Daniel Stelter - Home

Presse zu Daniel Stelter „Homebrew Songs“

Daniel Stelters Homebrew , ein hochspannendes Modern-Jazz-Projekt aus dem schönen Hessenland. Stelter spielt eine virtuose Gitarre, Ulf Kleiner ein glockiges Rhodes (steht so in den Liner Notes, ich halte es für ein klug eingesetztes Clavia Nord Electro), Tommy Baldu ein absolut reduziertes, aber teuflisch groovendes Schlagzeug mit einer Snare, die nach runtergepitchter Ohrfeige klingt - und Michael Paucker vereint Moog und akustischen Bass aufs Trefflichste.

fairaudio
hifi goes online.das magazin 2009

Wo Laute sensibel den Raum fluten

Jazzfans, die in der Nacht von Sonntag auf Montag den Sternschnuppenregen im Zeichen des Zwillings beobachtet haben mochten, wünschten sich bestimmt eines: dass das Daniel Stelter Quartett ein langes, ruhmreiches Leben haben möge. Warum? Ganz einfach: Sie sind gut, sie sind anders und deswegen sind sie bedroht; wie seltene Tierarten etwa, die vor dem Aussterben geschützt werden müssen. Denn beim Konzert des Stelter Quartett im Laboratorio 17 war nichts gefällig, anbiedernd oder altbekannt.

Der Bandleader schreibt seine Songs selber, legt nichts Altes neu auf, und hat dadurch einen ganz eigenen Stil entwickelt: Viel Stille strahlen die Melodien aus, die Daniel Stelter auf seiner Gitarre spannungsreich fragmentiert. Verhaltene Fröhlichkeit durchfunkelt die träumerischen, zuweilen melancholischen Klänge, die Ulf Kleiner auf seinem Fender-Rhodes erzeugt. Tommy Baldu (Percussion) streichelt seine Trommeln genauso gut, wie er ihnen emphatische Herzschläge entlockt und Jean-Philippe Wadle (Bass) hält elegisch am Basisrhythmus der Stücke fest.

In "Paperboat" tropfen die Töne aus Stelters Gitarre mit einer Schönheit, als hätte der Himmel die Erde geküsst. Das ist Romantik, das ist Poesie. Elaborierte Zartheit, total ungekünstelt, weich, manchmal aber auch ganz entschieden umgesetzt - in dem Song Menime, der als Hommage an Eminem gedacht ist. Man lese den Titel des Liedes von hinten, und versteht, was gemeint ist. Oder man höre sich das Werk eben selbst an. Das geht freilich auch auf Platte, denn die vier Jungs haben ihre Kompositionen als "Homebrew Songs" auf CD eingespielt. Freilich, live ist alles noch einmal anders, denn Stimmungsmalerei betreibt Stelter auch, wenn er mit leiser Stimme darüber erzählt, woher Stücke wie "Monsterfee" ihren Namen haben. Gesang erhebt sich indessen nicht im Raum. Der würde die Aufmerksamkeit der Zuhörer über Gebühr beanspruchen und von den hochdifferenzierten Lauten ablenken, die unendlich sensibel den Raum fluten, die harmonische Eskapaden von Gitarre und Keyboard konterkarieren und die feinen, schmächtigen Rhythmen des Cajon verschneien. Solch lyrischer Jazz machte Spaß. Das Laboratorio 17 wurde voller und immer voller.

Mannheimer Morgen, 23. Dezember 2009

Jazzer sprühen vor Können und guter Laune

Die Rhythmusgruppe ist zwar personalidentisch mit der von Triband. Aber mit Ulf Kleiner an den Fender-Rhodes und Daniel Stelter sowie seiner E-Gitarre wird das ganz anders: Die druckvollen, knackig dröhnenden Grooves werden mit dem Mut und der Kraft zu ganz schlichten, betörenden Melodien großer Prägnanz konfrontiert und ergänzt. Egal, ob als Hommage an einen Hip-Hopper oder in der traurigen Geschichte eines untergehenden Papierbötchens: Alles Überflüssige wird gnadenlos entsorgt, auf der Suche nach dem Optimum ihrer Musik ist das Quartett schon ziemlich nah am Ziel.

Rheinzeitung vom 25. Januar 2010

(...) Das Quartett um den Gitarristen Daniel Stelter, das die Bühne danach eroberte, führte in ganz andere Regionen. Denn sie heizten unbarmherzig ein, als würden sie schon ewig zusammenspielen. Dabei waren die Jazztage ihr erster Live-Auftritt überhaupt, bisher spielten sie nur im Studio zusammen.

Unerbitterlich groovten sie mit allen Mitteln und entpuppten sich dabei als echte Klang-Extremisten. Vom ersten Ton jedes neuen Stückes an verfolgten sie die Eskalation ihres knackigen Sounds mit enormer Konsequenz. Die Rasanz, mit der diese Mischung aus Jazz, Fusion und Rock von einem Extrem ins andere kippt, war beeindruckend. Genauso wie die Sicherheit mit der die vier jungen Musiker das mit vollem Körpereinsatz vom wippenden Fuß bis zur exaltierten Mimik umsetzten. (...)

(Allgemeine Zeitung Mainz Januar 2009 über Jazztage Mainz)

Wohlig tönend am Rhein

Da braut sich doch was wirklich Spannendes zusammen am "River rhine", dessen berühmtester Felsen mit "Monolith" gleich noch eine zweite Hommage abbekommt. Das Bild vom ruhig fließenden "Strom" habe Daniel Stelter nachhaltig beeinflusst bei der Einspielung seiner aktuellen CD, erklärt dazu sein Hamburger Label "Herzog Records" - wer aber nun ein introvertiertes, wahlweise spröde kontemplatives Gitarrenwerk für die anstehenden tristen Winterabende vermutet, liegt daneben.

Vielseitiger Künstler

Keine Frage, man muss sich auf Stelters "Homebrew Songs" einlassen, sich ein wenig Zeit nehmen, um genau hinzuhören und vielleicht das ein oder andere Mal auch die Repeat-Taste bemühen. Dann allerdings eröffnen die zwölf, von einer Intro-Outro-Klammer eingerahmten Nummern eine wohlig tönende Strecke großartiger Instrumental-Sounds, die sich mit kreativem Understatement quer durch die Genres schlängeln.

Vielleicht auch ein Ergebnis dessen, dass der freischaffende Gitarrist/Komponist Stelter nicht nur mit Hochkarätern wie Helen Schneider im Studio und mit verschiedensten Bands live gearbeitet hat, sondern auch für das Schauspielhaus Bochum und diverse TV-Anstalten in die Saiten greift. Diese Vielseitigkeit braucht ein Grenzen-übergreifendes Musikverständnis Mit alten Kumpels wie Tommy Baldu (Drummer beim "Söhne Mannheims"-Sänger Tino Oac), Bassist Michael Paucker ("Triband") und Multi-Keyboarder Ulf Kleiner hat er nun binnen dreier Tage eine Art Session-Album ausgeheckt, das starre Schablonen weiträumig umschifft: Softer Soul ("Flutter"), eine Prise Blues ("Menime"), cooler Groove ("Simple Plan"), entspannter Funk ("Indigo") - Stelters "Homebrew Songs" wirken in Zeiten hoch getunter Digital-Sounds ebenso anachronistisch wie wohltuend entspannt, ohne dass auch nur ein Moment der Langeweile aufkäme.

Und - man höre, staune und genieße - zwischendrin, beim einzigen Vokal-Stück, gibt auch noch Bossanova-Fee Liza da Costa einen Gastauftritt, der mit schwebend jazzigem Fado ("Amor Macio") nachdrücklich belegt, wie schön Melancholie klingen kann. Fazit: ein absolut überzeugendes Album.

(Wiesbadener Kurier September 2009)

(...) Bemerkenswert an „Homebrew Songs“ ist dabei die Unaufgeregtheit, mit der er sein offizielles Label-Debut angeht.

Wo andere Youngster zeigen müssen, was sie können, hält er sich zurück, sophisticated, ein wenig bluesgefärbt, mit einem lässig dumpfen Jazzklampfen-Sound, wie man ihn in den 1960ern mochte.

Das hat Charme, zumal ihm auch sein Quartett in diesem Sinne folgt und möglichst lässig und ohne hörbare Allüren ein Album einspielt, das vor allem Spaß machen soll

(...) Reizvoll genug, dass man den lässigen Reduktionisten gerne einmal live hören würde.

(Jazzthing Sept/Okt 09)

(...) Er beherscht mit seiner Gitarre die ganze Bandbreite der Musik. Als introvertierte Musik für Herbsttage ist das neue Album nicht geschaffen. Mit dem Drummer Tommy Baldu u. dem Bassisten Michael Pauker, Ulf Kleiner, der Vocalistin Liza da Costa, liegen seine Aufnahmen zwischen Rock, Pop und Blues. Sie überzeugen alle gemeinsam in hervorragender Weise, mit Freude einfache Songs, die ansprechen u. einladen zum Hörgenuß. Alle Infos www.herzogrecords.com

Digitale Jazzzeitung (Jazzinstitut Schleswig Holstein & Kurt Edelhagen Archiv, September 2009)
Presse über Daniel Stelter

(...) Desgleichen also Gitarrist Daniel Stelter, ein sehr gefragter Studiogitarrist, der "Radio Jazz" mit einem unnachahmlich eigenständigen, stets taufrischen Akustikgitarrenklang verziert (...)

(Herrenzimmer.de)

(...) Großartige Partner für dieses Experiment hat der Jazz-Professor gefunden. Peter Lübke am Schlagzeug-Präzision und Kraft in Person, Ulf Kleiner (Fender Rhodes und Mini-Moog)-Jungmeister der schwingenden stimmungen, Christian von Kaphengst (Bass)-spielt mit dem Rhythmus.

Der Gitarrist Daniel Stelter ist eine junge Offenbarung. Jede Blues- und Soulband müsste sich um diesen Jazz-Könner reißen, der am Samstag im „Bebop“ erst zum dritten Mal mit dieser Besetzung auftrat. Aber mit Cascaro scattet der Mainzer um die Wette, als ob er schon immer dazugehört: Der Chef mit seiner Stimme, Stelter auf seiner Telecaster aus alten George Harrison-Zeiten. (...)

(Münsterländische Tageszeitung 1. 6.2009)

(...) Als Glücksgriff erweist sich Daniel Stelter: Er sorgt an der Akustikgitarre für überraschende Slide-Effekte, Folk- und Flamenco-Anklänge.

Mannheimer Morgen, 13.03.2008

(...) Schönborn interpretiert die Stücke mit der ihm eigenen Expressivität und Beseeltheit und schafft so eine gelunge Gratwanderung zwischen Kommerzialität und Kunstanspruch. In seiner Band brilliert der Gitarrist Daniel Stelter mit ungewöhnlichen Blues- und Bossa-Akzenten.

Hörenswert!

(Morgen Magazin 12.03.2008)

(...) Der junge Daniel Stelter ist ein Gitarrist, dessen Sensibilität, dessen feines, geschmackvolles, technisch reifes Spiel von Freunden der Jazzgitarre mit Sicherheit sehr aufmerksam weiter verfolgt wird.

Agas-schmitz.net.

(...) Die Band um den Bassisten und Produzenten Christian von Kaphengst umfasst sie elastisch, lässt ihr in entscheidenden Momenten Raum und Luft und sorgt dabei kontinuierlich für Druck. Sie swingt altmeisterlich, wobei – Count Basie und Freddie Green lassen grüßen – der Gitarrist Daniel Stelter die Viertel fast mit der Präzision eines Metronoms markiert, sodass jede rhythmische Variation der anderen Bandmitglieder für Spannung sorgt. Bleibt Helen Schneider auf diesem Pfad, hat der Jazz eine exzellente Sängerin mehr.

Rondomagazin 2008


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